Weda Elysia

Meine Fahrt ins Paradies

 

1. Zur Lichtung

 

Wir fuhren in einem dieser neuen leichten Mobile in grasgrün, mit guter Rundumsicht und völlig geräuschlos glitten wir über den Asphalt. Mark hatte bisher kein Wort gesprochen, er bog rechts ab, das triste Straßenbild veränderte sich schlagartig. Nicht nur die Straße, auch die Umgebung kamen mir irgendwie vertraut, ja ich würde sagen heimisch vor. Doch das konnte nicht sein, ich wusste ich war noch niemals hier gewesen. Ich bemerkte das Mark mich von der Seite musterte. Wieder schaute ich aus dem Fenster, das Mobil rollte über einen Sandweg und einige Baumwurzeln zeigten der Federung ihre Grenzen. Mark drosselte die Fahrt und öffnete sein Fenster. Ein wohliger leicht feuchter und blumiger Geruch durchsetzt mit dem Duft von Tannen und blühenden Linden die den Weg säumten schlug mir entgegen, gierig sog ich ihn auf. Mark lächelte.

Gut oder sehr gut?... Sehr gut, das tut wirklich gut. Antwortete ich ganz ehrlich.

Gleich gibts´s noch mehr. Ich nickte. Noch mehr? Als ich Mark vor zwei Wochen zufällig begegnete, war ich völlig verblüfft über sein äußeres, ich hätte ihn kaum wiedererkannt hätte er mich nicht angesprochen. Meine Güte Mark bist du es, was ist passiert du… du siehst fantastisch aus, welche Diät hast du gemacht, hast du absaugen lassen, treibst du Sport…? Langsam mein lieber, ganz ruhig, hast du ein bisschen Zeit, ja, komm setzen wir uns unter die Buche dort. Er nahm aus seiner Umhängetasche eine Flasche und bot sie mir an. Wasser sagte er, Wasser aus meinem eigenem Brunnen, probier mal. Zögernd griff ich die Flasche und schaute sie skeptisch an. Du hast einen eigenen Brunnen und trinkst das auch? Er grinste übers ganze Gesicht. Klar doch, es schmeckt und ist völlig unbelastet von chemischen Zusätzen wie zum Beispiel Chor die dem Leitungsnetz neuerdings verstärkt zugegeben werden müssen um Keime abzutöten. Ich öffnete und roch... unverdächtig mh... einen Schluck vielleicht. Es schmeckte… ja ich muss sagen… es schmeckte irgendwie… Lebendig. Nach dem fünften Schluck; und davon siehst du jetzt so aus oder was? Nun, dabei legte er die Hand auf meine Schulter, davon und von noch viel viel mehr was ich aus meinem Garten ernte und esse. In den letzten 10 Jahren habe ich in meinem Leben vieles geändert. Ich habe mich geändert! Ich sah ihm in die Augen, ins Gesicht, es sah sogar noch jünger aus als vor 10 Jahren, wie war das möglich. Während ich mich gerade von einer ekligen Sommergrippe erholte sah er aus wie Apollo persönlich, Dabei waren wir ein Jahrgang, hatten zusammen vor zig Jahren die Meisterschule absolviert und uns sofort selbständig gemacht. Einige Treffen im Baufachhandel, ein bisschen Hilfe beim diesem und jenem Auftrag und dann 10 Jahre nix mehr. Er sah auch mich an, Sprach so ruhig und ausgeglichen. Und du mein Freund, wie geht es dir. Er meine es ehrlich, ja dieses und wie geht so war nicht einfach nur so dahin gesagt. Was sollte ich sagen, Selbständige klagen doch nicht, sie sind Unternehmer, sie unternehmen etwas. Mir, ja mir geht’s gut, hatte gerade ne fette Erkältung aber sonst geht’s, gut log ich. Und das Geschäft? Ich winkte ab, Hob nur die Hand hoch und runter, Berg und Tal, hin und her geht’s. Es bleibt einfach nicht genug übrig, spukte ich aus.

Das Mobil holperte wohl über eine große Wurzel und gab den Stoß ungebremst an die Wirbelsäule weiter. Entschuldige mein Lieber wir sind gleich da. Von diesem Da hatte Mark bei unserer Unterhaltung gesprochen, mir wurde dabei sehr eigenartig, es war als ob sich eine lange, sehr lange Sehnsucht nach Geborgenheit in meinem Bauch ausbreitete und mein Herz regelrecht erwärmte, ich konnte es richtig spüren und war irgend wie erschrocken. Mark muss es mir angesehen haben und dann hat er mich eingeladen. Neugierig war ich, aber auch vorsichtig. Das hörte sich alles so gut an, so gut dass es schon wieder einen Haken haben musste. Heutzutage hört man ja vieles in den Medien, irgendwelche Gurus machen ihre Anhänger abhängig und gehen auf Menschenfang verpassen dir eine Gehirnwäsche und was weiß ich noch alles. Aber dieses Gefühl in mir das … war angenehm. Bei Kunden hatte ich auch verschiedene Ahnungen Mark sagt das sei meine Intuition, jeder Mensch hat sie, die meisten tun sie als Unfug oder Zufall ab. Wem es gelingt sich ihr zu öffnen dem werden immer Mehr dieser „Zufälle“ Bewusst und das Leben beginnt zu fließen es wird leichter. Leichter, ja kann ich gut gebrauchen. Über das was du dir Wünscht, wirklich und mit ganzem Herzen werden wir noch reden wenn du magst.

So wir sind da. Ich schreckte aus meinen Gedanken.

Der Waldweg öffnete sich zu einer großen sonnendurchfluteten Lichtung...

Kapitel 2, Die Siedelung, folgt in kürze.

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Kommentar

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Kommentar von Galaxiengesundheitsrat am 9. Juni 2011 um 9:32pm
Wundervoll ! Danke für Dein Beitrag !

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