Monsanto kann einpacken: Indiens Reis Revolution - Weltrekordernte ohne Genmanipulation und ohne Pestizide

Monsanto kann einpacken: Indiens Reis Revolution - Weltrekordernte ohne Genmanipulation und ohne Pestizide

Doro Schreier

Mi, 06 Jan 2016 09:23 UTC

Über die Grüne Revolution haben wir schon oft berichtet.Sie ist nicht umweltfreundlich und somit auch nicht nachhaltig. Ernteerträge sinken um die Hälfte. Mehr Dünger garantiert nicht mehr höhere Erträge. Die Grundwasservorkommen schwinden und die biologische Vielfalt hat extrem gelitten. Nirgends wird es deutlicher als in Indien. Doch nun zeigen Bauern in Indien, dass es auch anders geht und zwar ohne Genmanipulation und ohne Herbizid und trotzdem mit einer Weltrekordernte von Reis. Der Bundesstaat Bihar im Nordosten Indiens gilt als der ärmste des Landes. Die Reisbauern erwirtschafteten mit ihrem Sytem rekordverdächtige Erträge.Viele verdoppelten sogar ihren Gewinn und dies nicht nur mit Reis.

Vielleicht sollte man diesen Bauern den Welternährungspreis zuteil werden lassen, denn nachdem 2013 Monsanto und Syngenta den Welternährungspreis erhielten, ging auch 2014 der Preis an die Gentechnik, diesmal an den genmanipulierten Weizen. Der World Food Prize ging 2014 an dem Pflanzenforscher Sanjaya Rajaram, er wurde 1943 in Varanasi, Indien, geboren. Zusammenhänge: Bill Gates, Norman Borlaug, CIMMYT und Dr. Sanjaya Rajaram finden Sie hier: USA-Welternährungspreis 2014 mit Gift und Genen! Gäste aus Ebolageb...

Diesen Preis von den Konzernen der Biotechnologie gibt es für DIE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG IN DER GESCHICHTE DER MENSCHHEIT - die 9 Milliarden Menschen auf unserem Planeten im Jahr 2050 ernähren. Der Preis gilt als der Oscar der Lebensmittelbranche - Gesunde Lebensmittel waren gestern.

Wenn irgendwelche Wissenschaftler oder eine Firma mit einer neuen Technologie ankommen würden, die einen Ertrags-Gewinn von 50 Prozent ohne Zusatzkosten garantieren würde, würden sie dafür den Nobelpreis bekommen. Wenn dies jetzt aber junge Bauern aus Bihar schaffen, gehen diese leer aus. Also berichten wir von den Reisbauern aus Bihar. Doch zuvor die negativen Folgen der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten „Grünen Revolution“, die überhaupt nicht das hält, was sie verspricht!

Die Folgen der „Grünen Revolution”

Die Monokulturen verdrängen viele alte und traditionelle Landsorten der Kleinbauern. Die Intensivierung und Mechanisierung der Landwirtschaft durch die Technologie der Grünen Revolution war von teurem Know-How abhängig, um die erwünschte Ertragssteigerung tatsächlich zu erzielen. Kosten für das neue Saatgut und die dafür nötigen Bewässerungsanlagen und Chemikalien fielen an. Hinzu kam, dass die riesigen Monokulturen besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge waren. Daher fiel die Ernte für kleinere Betriebe trotz Hochertragssaatgut oft schlecht aus. Viele Bauern gerieten durch Kosten und Risiko in einen Schuldenkreislauf, der sie schließlich die Existenz kostete. Für sie war der Hunger vergrößert worden.

Monsanto hat zugegeben, dass sie es waren, die den Vertrag mit der WTO geschrieben hatten, der es erlaubt, Samen als geistiges Eigentum von Monsanto neu zu definieren. Und es ist Patenten zu verdanken, dass Monsanto - ein Gift-Hersteller - sich zu einem riesigen Samen-Giganten entwickelt hat mit dem größten Anteil an Kontrollen über den Saatgutmarkt. In Indien steuern die Unternehmen 95 % des Baumwollsaatgutmarktes und die Extraprofite durch Lizenzgebühren treiben die Kleinbauern in unbezahlbare Schulden. 284 000 Bauern in Indien begingen wegen der mit dem Saatgut und den Chemikalien entstandenen Schulden Selbstmord.

Die Gier und die Gewalt eines Unternehmens wie Monsanto kann und darf nicht zugelassen werden, damit das Leben auf der Erde, das Leben der Bauern, das Leben unserer Kinder nicht zerstört wird.

Wer dachte, dass Monsanto die meisten Patente auf Samen und Pflanzen hat, der täuscht sich, es ist der deutsche Konzern Bayer. Dieser hält weltweit die meisten Patente auf Samen und Pflanzen, mehr noch als Monsanto. Die Samen für Hybrid- und GV-Pflanzen muss ein Farmer jedes Jahr neu kaufen. Dazu noch die passenden Pestizide und Düngemittel. Dafür versprechen ihm die Konzerne eine 20 Prozent höhere Ernte. So auch in Indien, allerdings ist es hier nun Monsanto, der wieder mal sein Unwesen treibt. Monsantos indisches Tochterunternehmen erwartet die endgültigen Studienergebnisse für den gentechnisch veränderten (GV) Mais. Dieses muss er den Gesetzgebern in Indien innerhalb eines Jahres vorlegen, damit die Regierung dann entscheidet, ob diese Sorte in Indien eingeführt werden darf, gab der Leiter des Unternehmens im Mai bekannt. Uns ist bekannt, dass Monsanto seine eigenen Studien erstellt, und so rechnet sicher auch das indische Tochterunternehmen mit einer Zustimmung. Siehe Tausende indische Bauern protestieren gegen Monsanto -Thousands of ...

Dass es anders geht, zeigt der folgende Beitrag:

Wir erleben eine neue grüne Revolution, diesmal ohne Chemikalien, ohne Herbizide, nicht toxisch und ohne Genmanipulation - das ist die wahre grüne Revolution!

Wir erhielten diese Nachricht heute von unserer Netzfrau aus Chile und haben diese für Sie frei übersetzt. Hindu-Landwirte haben den Weltrekord in der Produktion von Reis und Kartoffeln geschafft. Auch konnten sie bei der Ernte von Weizen einen nationalen Rekord verzeichnen. Das alles in einer der ärmsten Bundesstaaten in Indien, genannt Bihar. Alles organisch, ohne Pestizide, Herbizide oder verändertes Saatgut - ganz herkömmlich.

Der indische Bauer Summat Kumar erzielt mit ökologischem Anbau einen Weltrekord-Ertrag: 22,4 Tonnen Reis auf einem Hektar Land. Sumant Kumar freut sich, denn einige westliche Wissenschaftler wettern dagegen. Der bisherige Rekord hielt mit 19,4 Tonnen der chinesische Wissenschaftler Yuan Longping, unterstützt von der Weltbank und Konzerne, die GVO und Pestiziden produzieren.

Die Bauern in Bihar nutzten alte Praktiken und SRI (System of Rice Intensivierung). Die SRI-Anbaumethode wurde 1983 von dem jesuitischen Mönch Henri de Laulanie in Madagaskar erstmals beschrieben. Norman Uphoff, der Leiter des International Institute for Food, Agriculture and Development der Cornell Universität half, die Methode zu etablieren und zu verbreiten.

Bei der SRI-Methode pflanzt der Bauer weniger und in breiteren Abständen sein Getreide oder seine Reispflanzen. Er verwendet wenig Wasser, dafür reichlich organischen Dünger wie Kompost. Der Boden kann so besser atmen, die Wurzeln bekommen mehr Luft. Die Erfolge, die nun im Bihar mit dieser Methode erzielt wurde, gehen in den Schlagzeilen um die Welt.

Wir hoffen, dass dieses System Schule macht und der Welt zeigt, dass es bessere Möglichkeiten gibt, die Welt zu ernähren, anstatt mit Genmanipuliertem und gefährlichen Pestiziden zu vergiften.

Das Original: Agricultores Indios logran cosechas records sin usar transgénicos

Netzfrau Doro Schreier

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