Anastasia zum Weltuntergang 2012

Die Philosophie des Lebens”

…statt Weltuntergangs-Wahn

 

…Philosophie des Lebens (aus ‘Wer sind wir‘ v. Vladimir Megre)

 

…”Ich bin dreimal bei einem älteren Herrn zu Besuch gewesen. Er wohnt in einem angesehenen Vorort Moskaus, in dem es zahlreiche Datschen gibt.
Sein Name ist Nikolaj Fjodorowitsch, und er ist schon über siebzig. Wegen eines Beinleidens verbringt er fast die ganze Zeit in seinem teuren, aus dem Westen importierten Rollstuhl. Die Hälfte der unteren Etage seiner riesigen Villa, eingerichtet in bestem europäischem Stil, nimmt seine Bibliothek ein, die Bücher in allen möglichen Sprachen enthält. Zum größten Teil handelt es sich dabei um gebundene Ausgaben mit philosophischen Themen, darunter so manche Liebhaberexemplare. Bis zu seiner Pensionierung hatte Nikolaj Fjodorowitsch an der Moskauer Universität Philosophie unterrichtet und alle möglichen Titel und Ehrungen erworben. Danach bezog er seine Villa und brütete fast die ganze Zeit über seinen Büchern.

Ich lernte ihn durch seine Haushaltsgehilfin Galina kennen, die an einer meiner Leserkonferenzen teilnahm. Ich bin ihr dankbar dafür, diese Bekanntschaft geknüpft zu haben.

Nikolaj Fjodorowitsch hatte die Bücher über Anastasia gelesen, und ich führte
interessante Unterhaltungen mit ihm. Trotz seiner Gelehrtheit wusste er Anastasias Äußerungen mit verblüffend einfachen Worten zu erklären und neue Bedeutungen in ihnen zu entdecken.
Nach dem Erscheinen des dritten Bandes, Raum der Liebe, erhielt ich vom Sekretariat der Stiftung «Anastasia» diverse Briefe, in denen religiöse Führer sehr aggressiv gegen Anastasia argumentierten. Sie nannten sie eine «Zimtzicke» und ein «ehrloses Luder». Ein längerer Brief enthielt sogar Bezeichnungen, die ich hier nicht wiedergeben kann.
Mir wollte es einfach nicht ih den Kopf, wieso Anastasia auf einmal solche Aggressionen vonseiten religiöser Führer hervorrief, und so leitete ich diese Briefe an Nikolaj Fjodorowitsch weiter, um seine Meinung einzuholen. Zwei Monate später suchte mich seine Pflegerin Galina in meinem Hotel auf und bat mich eindringlich, mit ihr auf der Stelle zu Nikolaj Fjodorowitsch zu kommen und mit ihm zu sprechen, da sie sich wegen seiner Gesundheit Sorgen mache. Ich begleitete sie also, ganz abgesehen einmal davon, dass es sowieso keinen Zweck gehabt hätte, sich ihrer Bitte widersetzen zu wollen.
Nikolaj Fjodorowitschs Haushälterin ist eine hoch gewachsene Frau mit üppigen Formen. Sie ist nicht korpulent, einfach eine physisch starke, russische Frau im Alter von vierzig oder vielleicht fünfundvierzig Jahren. Ihr ganzes Leben hat sie in einem ukrainischen Dorf verbracht, wo sie als Traktorfahrerin und Tierpflegerin arbeitete. Sie kann sehr gut kochen und kennt sich vorzüglich mit Wildkräutern aus. Wenn sie sich aufregt, spricht sie mit deutlich ukrainischem Akzent.
Ich habe keine Ahnung, wie die Söhne Nikolaj Fjodorowitschs bei ihrer Suche nach einer Pflegerin für ihren Vater auf Galina gekommen waren – es war schon etwas seltsam anzusehen, wie der intellektuelle, alte Philosophieprofessor mit dieser eher simplen, rustikalen Bäuerin umging. Sie bewohnte ein Zimmer im gleichen Haus wie der Professor. Eigentlich hätte sie sich um den Haushalt kümmern sollen, aber irgendwie wollte sie bei meinem Gespräch mit Nikolaj Fjodorowitsch unbedingt dabei
sein. Also nahm sie sich auffallend viel Zeit für das Staubwischen im Zimmer des rofessors und dachte sich immer neue Pflichten in unserer Nähe aus.
P
An jenem Tag nun kam mich Galina mit ihrem «Niva»* abholen, den Nikolaj Fjodorowitschs Söhne ihr gegeben hatten, damit sie Lebensmittel oder Medizin für ihren Vater in der Stadt einkaufen oder frische Kräuter aus dem Wald besorgen konnte. Ich verschob ein paar Dinge, die ich zu erledigen hatte, und fuhr mit ihr. Auf dem Wege durch Moskau schwieg Galina, weil der starke Stadtverkehr ihre ganze Aufmerksamkeit erforderte. Bis wir die Moskauer Ringautobahn erreichten, schwitzte sie sogar vor Anstrengung. Erst als wir auf eine ihr bekannte, breite Landstraße einbogen, atmete sie erleichtert auf und platzte in einer Mischung aus Russisch und Ukrainisch heraus:
„Er war eigentlich immer ein ganz ruhiger Mensch. Den ganzen Tag saß er in seinem Rollstuhl, las seine Bücher, dachte nach. Am Morgen kochte ich Buchweizen- oder Hafergrütze und konnte nach dem Frühstück auf den Markt fahren oder in den Wald, um Kräuter zu sammeln. [...]
Neulich komme ich vom Markt zurück und gehe auf sein Zimmer um ihm seinen Kräutertee zu bringen. Ich guck, doch sein Rollstuhl ist leer. Da sehe ich ihn doch auf dem Teppich liegen, mit dem Gesicht nach unten. Ich lauf zum Telefon und wähl die Nummer für den Notarzt, die mir seine Söhne gegeben haben. „Hilfe, kommen Sie schnell!“, rufe ich in den Hörer. Da hebt er doch seinen Kopf und sagt: „Legen Sie wieder auf, Galina Nikiforowna, mit mir ist alles in Ordnung. Ich treibe nur etwas Sport.“ Ich springe sofort auf ihn zu, hebe ihn hoch, setze ihn in seinen Rollstuhl und sage: „Was soll denn das für ein Sport sein, wo jemand wie ein Toter auf dem Fußboden liegt?“ Er aber entgegnet: „Ich hab Liegestützen gemacht und musste gerade verschnaufen. Machen Sie sich keine Sorgen.“

Am nächsten Tag das Gleiche. Wieder finde ich ihn auf dem Fußboden liegen. Dann habe ich ihm Hanteln gekauft – Quatsch, was sage ich, Expander heißt das, so ein Ding mit Griffen und Gummizügen zum Auseinanderziehen. Du fängst an mit einem Gummi, und wenn du zu Kräften kommst, kannst du bis zu vier Stränge dranmachen. Ich ihm also diesen Expander gekauft, aber er mit seinem Dickkopf hat darauf bestanden, aus seinem Rollstuhl aufzustehen, wie ein unvernünftiges Kind – sein Herz ist doch nicht mehr das jüngste. In seinem Alter darf man sich nicht überanstrengen. Er muss sich schonen. Aber er will ja nicht hören, wie ein bockiges Kind ist er! Ich bin jetzt schon fünf Jahre bei ihm angestellt, aber so was ist mir noch nie passiert. Ich weiß einfach nicht, was ich davon halten soll. Rede du doch mal mit ihm und sag ihm, er soll seine Übungen etwas ruhiger machen, wenn er das unbedingt tun will. Sag ihm, er soll sich schonen … “

Als ich Nikolaj Fjodorowitschs geräumiges Arbeitszimmer betrat, sah ich dort ein Kaminfeuer brennen. Der alte Professor saß nicht wie gewöhnlich in seinem Rollstuhl, sondern an seinem großen Schreibtisch und schrieb oder zeichnete etwas. Auch sein Aussehen hatte sich verändert. Statt seines üblichen Schlafrocks trug er Hemd und Krawatte. Er begrüßte mich schwungvoller als sonst, bat mich, Platz zu nehmen, und redete ohne Höflichkeitsfloskeln gleich drauflos, viel temperament-voller, als ich es von ihm gewohnt war: „Wissen Sie, Wladimir, welch wunderschöne Zeit der Erde bevorsteht? Ich denke gar nicht mehr ans Sterben, so sehr wünsche ich mir, auf einer solchen Erde zu leben! Ich habe die Korrespondenz mit den Schmähungen gegen Anastasia gelesen. Vielen Dank, dass Sie sie mir zugeschickt haben. Ich habe dadurch vieles verstanden. Die Taiga-Einsiedlerin Anastasia wurde in diesen Briefen als Hexe oder Zauberin bezeichnet, doch in Wirklichkeit ist sie die größte Kriegerin. Ja, ja, stellen Sie sich nur vor, Anastasia ist die größte Streiterin für die lichten Kräfte. Es ist unseren Nachkommen bestimmt, ihre wahre Bedeutung und Größe zu begreifen. In den uns bekannten Legenden und Heldensagen finden wir keine kühne Heldin wie sie. [...]

Das Ganze ist in einer philosophischen Konzeption enthalten. Sehen Sie mal die vielen Bücher auf meinen Regalen hier, Wladimir. Es sind die Werke philosophischer Denker verschiedener Epochen und Erdteile.“
Nikolaj Fjodorowitsch wies mit der Hand auf verschiedene Bücherregale und erklärte dazu: „Dort sind die Rhetoriker der Antike, die vom Kern, vom Urgrund des Lebens sprachen. Daneben stehen Bücher über Sokrates, der ja selber nichts geschrieben hat. Weiter rechts kommen Lukrez, Plutarch und Mark Aurel. Dort unten stehen Nezamis fünf Epen, danach kommen Werke von Aruni, Descartes, Franklin, Kant, Laplace, Hegel und Stendal.
Sie alle haben versucht, zum Wesen des Seins vorzudringen und die Gesetze des Universums zu verstehen. Der spanische Literaturkritiker Agustin Duran schrieb über sie:

„Die Philosophiegeschichte beschreibt im Wesentlichen die Bemühung großer Denker, den sozialen
Zerfall durch die Schaffung weltlicher moralischer Gebote zu verhindern, welche die
überweltlichen Gebote ersetzen sollten, die sie selbst abgeschafft hatten.”

Jeder der großen Denker versuchte auf seine eigene Art, sich dem Begriff des Absoluten zu nähern. Ihre philosophischen Konzeptionen brachten religionsartige Strömungen hervor und bedeuteten andererseits das Ende alter Weltbilder und Denkgebäude. Um es kurz zu machen: Aus diesem Hin und Her kristallisierte sich schließlich die Auffassung heraus, dass wir alle einem höheren Bewusstsein untergeordnet seien. Wo sich dieses Bewusstsein befindet ob in den Weiten des Kosmos oder in der menschlichen Seele – ist dabei unwichtig. Wichtig ist etwas anderes, und zwar das allumfassende Prinzip der Unterordnung und der Verehrung. Wem oder was man sich unterordnet, ist auch wieder ein Detail – ob einem Lehrer, einem Guru oder einem Ritual.

Auf jenen Regalen stehen die Prophezeiungen des Nostradamus. In all diesen Büchern findet man die Auffassung, der Mensch sei vergänglich, unbedeutend und lasterhaft und er müsse noch vieles erkennen. Gerade diese Auffassung ist es aber, die die menschliche Seele zerstört. Ein Anhänger dieses Weltbilds kann nicht glücklich sein, ja kein Mensch auf Erden kann glücklich sein, solange ein derartiges Weltbild herrscht. Es bedrückt sowohl Philosophen als auch Menschen, die noch nie ein philosophisches Werk angerührt haben. Es bedrückt Neugeborene wie Alte und sogar Embryos im Mutterleib, die noch nicht einmal das Licht der Welt erblickt haben. Heutzutage gibt es sehr viele Anhänger dieser Auffassung. Es gab sie zu den verschiedensten Zeiten, und heute flößen ihre Anhänger den Menschen ein, sie seien vergänglich und unbedeutend. Aber damit wird bald Schluss sein! Wie ein flammendes Licht sind die Worte Gottes in mich eingefahren, die Anastasia überbracht hat. Sie, Wladimir, haben diese Worte aufgezeichnet, und ich erinnere mich noch, wie Gott von Adam gefragt wurde: „Wo ist die Grenze des Universums? Was werde ich tun, wenn ich sie erreiche, wenn ich alles mit mir ausfülle und ich all meine Gedanken verwirklicht habe?“

Und Gott hat Seinem Sohn, hat uns allen wie folgt geantwortet: „Mein Sohn, das Universum selbst hat sich aus Gedanken entfaltet. Aus den Gedanken ist zunächst ein Traum hervorgegangen, der in Form der materiellen Manifestation teilweise sichtbar ist. Wenn du an das Ende von allem gelangst, wird dein Geist das Tor zu einem neuen Anfang und einer Fortsetzung aufstoßen. Gleichsam aus dem Nichts wird eine neue Verkörperung deiner selbst stattfinden, die dein Trachten, deine Seele und deinen Traum reflektiert. Mein Sohn, du bist unendlich, denn du existierst in deinen eigenen Traumschöpfungen ewig fort.“
Was für eine wundervolle, tief-philosophische, treffende und lakonische Antwort! Sie enthält mehr als alle philosophischen Aussagen der Weltliteratur. Auf den Regalen meiner Bibliothek sehen Sie so viele Bücher, Wladimir, doch was mir fehlt, ist das Hauptbuch, das Buch, dessen Lektüre wertvoller ist als die aller gedruckten philosophischen Werke zusammengenommen. Viele Menschen sehen dieses Buch, doch nicht jedem ist es gegeben, auch darin lesen zu können. Die Sprache dieses Buches lässt sich nicht erlernen, nur erfühlen.“

„Was ist das für eine Sprache?“

„Die Sprache Gottes, Wladimir. Wenn ich mich recht erinnere, hat Anastasia über sie gesagt: „Unter den Erdvölkern gibt es so viele verschiedene Sprachen und Mundarten, und doch gibt es eine Sprache für alle: Sie besteht aus dem Rascheln des Laubes, dem Gesang der Vögel und dem Rauschen der Wogen. Gottes Sprache hat sogar Farben und Düfte. In dieser Sprache gibt Gott Antwort auf jedes Gebet.“ Anastasia kann diese Sprache erfühlen und verstehen, aber wir? Wie konnten wir sie nur seit Jahrhunderten unbeachtet lassen? Dabei ist es doch völlig logisch: Wenn Gott die Erde und die Natur um uns herum erschaffen hat, dann sind das Gras, die Bäume, die Wolken, das Wasser und die Sterne nichts anderes als Seine materialisierten Gedanken.
Doch wir beachten diese Dinge nicht, durch die Gott spricht, im Gegenteil – wir zerstören sie, wir zertrampeln und entstellen sie, und dann sprechen wir noch von Glauben! Was ist das für ein GIaube? Und wen verehren wir eigentlich?

Anastasia hat gesagt: „An der Reinheit des Wassers kann man alles messen. Es wird mit jedem Tag schmutziger .. Und mit jedem Tag wird einem auch das Atmen mehr und mehr erschwert. Mögen die Herrscher dieser Welt auch noch so prunkvolle Tempel errichten, die Nachwelt erinnert sich jeweils nur an den Schmutz, den sie hinterlassen haben. So etwas kann nur ein wahrhaft großer Philosoph sagen. Wir alle sollten darüber nachdenken. Überlegen Sie mal, Wladimir, jedes menschliche Konstrukt dieser Welt – ob geistig oder weltlich – ist vergänglich. Die Religionen mit ihren Tempeln und Kathedralen, die Philosophien mit ihren Generationen von Denkern, sie alle kommen und gehen. Das Wasser jedoch existiert seit Anbeginn dieser Schöpfung, genauso wie wir selbst. Unser Körper besteht ja auch zum größten Teil aus Wasser.“

„Nikolaj Fjodorowitsch, wieso halten Sie denn Anastasias Aussagen für richtig?“

“Weil sie jenem Hauptbuch entnommen sind. Und ihre Logik, Wladimir, ist die Logik der Philosophie. Anastasia führt in einem Buch auch eine weitere Aussage Gottes an. Er wird dort von den kosmischen Energiewesen gefragt: „Was ist es, das Du so dringlich Dir wünschst?“ Seine Antwort war: „Das gemeinsame Schaffen und die Freude von uns allen beim Betrachten der Schöpfungen.”
Welch prägnante Aussage – ein paar Worte nur! Und in diesen wenigen Worten ist das Streben und Wünschen Gottes enthalten. Keiner der großen Philosophen hätte eine treffendere Erklärung geben können. „Die Realität muss jeder für sich selbst bestimmen, hat Anastasia gesagt. Alle Eltern, die ihre Kinder lieb haben, sollten sich überlegen, ob sie nicht den gleichen Traum haben. Wer von uns – die wir Söhne und Töchter Gottes sind – würde sich nicht wünschen, gemeinsam mit unseren Kindern zu erschaffen und diese Werke dann mit Freuden zu betrachten?
Die größte Kraft und Weisheit ist in Anastasias philosophischen Betrachtungen enthalten. Sie sind für die Menschheit von schicksalhafter Bedeutung und voller Wirkkraft! Die Masse der Menschen, die an die kommende Finsternis glauben, wird versuchen, sich ihnen zu widersetzen. Es werden noch mehr Schmähungen Anastasias folgen wie diejenigen, die Sie mir bereits geschickt haben. [...]

Anastasia hat bereits von ihnen gesprochen: „He, all ihr selbsternannten Seelenführer, schweigt nur ganz stille, denn ein jeder soll es jetzt wissen: Der Schöpfer hat jedem von Anfang an alles gegeben. Ihr begingt den Frevel, die Wahrheit mit der Dunkelheit eurer Dogmen zu verdecken, mit der Finsternis eurer aus Stolz geborenen Spekulationen und Lügen – angeblich zur Ehre des großen Schöpfers. Stellt euch nicht zwischen Gott und die Menschen! Der kosmische Vater will mit jedem selbst sprechen.

 

Gott braucht keine Mittler.“

 

Diese falschen Prediger werden sich mit Sicherheit gegen Anastasia wenden, denn mit dem Licht der Wahrheit verbrennt Anastasia ihre Dogmen. Ihre philosophische Konzeption bedeutet das Ende der Herrschaft der Finsternis. Ich spreche von unserer jetzigen Realität. Wir sind die Zeugen dieser wunderschönen Wandlung und können selbst daran teilnehmen. Wir stehen an der Schwelle des neuen Jahrtausends, an der Schwelle zu einer neuen Realität

 

– ja wir leben schon jetzt in dieser Realität.“

 

„Warten Sie mal, Nikolaj Fjodorowitsch! Das mit der Wirkkraft und der Realität habe ich nicht ganz verstanden. Also gut, ein Philosoph hat irgendwas gesagt, ein anderer etwas anderes, und auch Anastasia spricht alles Mögliche, aber was hat das mit der Realität und mit Wirkkraft zu tun? Das sind doch alles nur Worte. Philosophen mögen daherreden, was sie wollen, aber das Leben nimmt seinen eigenen Lauf.“

 

„Das Leben jeder menschlichen Gesellschaft ist schon immer unter dem Einfluss philosophischer Weltbilder verlaufen. Das ist auch heute noch so. Die Philosophie der Juden bringt eine bestimmte Lebensweise hervor, die Philosophie der Kreuzritter eine andere. Hitler hatte seine Philosophie und die Sowjetunion die ihre. Eine Revolution ist nichts anderes als der Wechsel von einem philosophischen Weltbild zu einem anderen. Bislang hatten diese Weltbilder lökale Auswirkungen. Das Wirken von Anastasia hingegen ist schon jetzt weitaus globaler, und es wird sich auf die gesamte Menschheit ausweiten, auf jeden Einzelnen von uns. Sie hat für jeden eine Brücke über den Abgrund gebaut. Es liegt jetzt an uns, darüber zu schreiten oder nicht.
Ich bin Philosoph, Wladimir, und habe all dies klar vor Augen … nicht nur das, ich spüre es auch. An der Schwelle zum neuen Jahrtausend ist ihre philosophische Konzeption wie ein heller Strahl aufgeflammt.

 

Unsere Handlungen werden von unseren philosophischen Überzeugungen bestimmt.In jeder Stunde kommen diese Überzeugungen so zum Ausdruck, Wladimir. Wandeln sich unsere Überzeugungen, so wandelt sich auch unser Tun.

 

Ich zum Beispiel saß seit langem in meinem Arbeitszimmer, las die verschiedensten philosophischen Werke und bedauerte die Menschheit auf ihrem Pfad in den sicheren Untergang. Ich dachte an meine eigene Beerdigung und daran, ob meine Söhne und Enkel wohl die Zeit aufbringen würden, daran teilzunehmen. Ich bemitleidete die ganze Menschheit und dachte an meinen eigenen Tod. Durch Anastasia hat sich mein gesamtes Weltbild verändert, und auch meine Handlungsweise ist wie verwandelt.“

 

„Inwiefern hat sich Ihr Leben verändert? Was tun Sie jetzt anderes als zuvor?“

 

„Vieles … Ich werde es Ihnen zeigen. Ich werde jetzt aufstehen und auf der Grundlage meiner neuen Überzeugung zu handeln beginnen.“

 

Nikolaj Fjodorowitsch hielt sich mit den Händen an seinem Schreibtisch fest und erhob sich. Auf seinen Lehnstuhl und andere Möbel gestützt, wankte er langsam zu einem Bücherregal. Er studierte die Titel auf den Buchrücken, zog ein Buch mit teurem Einband heraus und schleppte sich damit zum Kamin. Dann warf er das Buch in die Flammen und erklärte dazu: „Das waren die Prophezeiungen des Nostradamus über furchtbare Katastrophen und den Unter-gang der Erde. Erinnern Sie sich an Anastasias Worte in diesem Zusammenhang, Wladimir? Sie sollten sich daran erinnern. Mir jedenfalls klingen sie noch ganz deutlich in den Ohren:

 

„He, Nostradamus! Die furchtbaren Katastrophen, von denen du sprachst, waren nicht etwa Prophezeiungen, nein, sie sind deinem eigenen Geist entsprungen! Viele

 

Menschen hast du dazu gebracht, deine Visionen zu übernehmen, und durch deren kumulative Gedankenkraft wurden die Katastrophen vorbereitet. Jetzt schweben deine Ideen wie ein Damoklesschwert über diesem Planeten und versetzen die Menschen in Angst und Schrecken.“
So konnte nur ein wahrhaft großer Philosoph und Denker sprechen, jemand, der versteht, dass eine Prophezeiung nichts anderes ist als eine bewusste Gestaltung der Zukunft.

 

Je mehr Menschen an eine große Katastrophe glauben, desto mehr gedankliche Energie bezieht diese Vision, und schließlich wird sie Realität. Sie kann deshalb Realität werden, weil der menschliche Gedanke etwas Materielles ist und materielle Konsequenzen hat.

 

Ganze Sekten gehen freiwillig in den Feuertod, weil sie an das nahende Ende der Welt glauben. Diejenigen, die an das Ende der Welt glauben, stürzen sich in die Flammen, und diejenigen, die an die Zukunft glauben, leben weiter.

 

Anastasia aber richtet sich gegen die Hoffnungslosigkeit und zerstört den Glauben an das Ende der Welt: „Weiche von der Erde, du dunkle Macht, greife mich an! Ich bin ein Mensch, ein Mensch des Ursprungs! Ich bin Anastasia. Und ich bin stärker als du.“ Und weiter: „Mit meinem Strahl werde ich im Nu all die jahrhundertealten Dogmen zu Asche verbrennen.“ Sie hat den Kampf mit den unzähligen Horden der Finsternis aufgenommen. Mit Millionen von Bestien, die auf den Untergang der Menschheit hinarbeiten. Und uns will sie aus diesem Kampf sogar heraushalten. Sie will allein, dass wir glücklich werden, wie sie es in ihrem Gebet sagt:
Möge die Zukunft ganz Deinem Traum gehören!
So soll es sein, so will ich es, ich, Deine Tochter,
O mein Vater, der Du allgegenwärtig bist!
Sie wird nach der Erfüllung ihrer Träume streben. Ihre Philosophie ist außergewöhnlich stark. Die künftigen Jahrhunderte gehören dem göttlichen Traum, den paradiesischen Gärten auf Erden.

Sie wird sich aber kein Denkmal ihrer selbst errichten. Die Zeit der Denkmäler wird vorbei sein, denn alle werden die wahren menschlichen Werte von selbst verstehen. Die Menschen werden die Schönheit von Gottes Schöpfung genießen und sich nicht an Anastasia erinnern. Aber in den Gärten werden Blumen blühen, und eine schöne Blume wird den Namen Anastasia tragen.
Ich bin schon alt, aber es ist mein Bestreben, als gewöhnlicher Soldat an ihrer Seite zu kämpfen. Denken Sie nicht, Philosophie sei nichts weiter als schöne Worte, Wladimir. Denn die Worte, die irgendwo in der Taiga gesprochen wurden, haben mein Herz mit Begeisterung erfüllt, und siehe da, diese Worte haben ganz konkrete materielle Handlungen zur Folge. Was nun verbrennt, sind nicht die Menschen, sondern die Prophezeiungen, die den Untergang der Menschheit voraussagten. Das ist es, was die Anhänger der Weltuntergangstheorie so aufregt, denn ihre Philosophie beruht ja auf dem angeblich unvermeidlichen Ableben der Menschen.“

„Aber hat sich denn vor Anastasia niemand gegen die Theorie vom Ende der Welt aufgelehnt?“

„Es gab ein paar zahme, unbedeutende Versuche, die auch kaum Beachtung fanden. So direkt wie sie ist noch niemand aufgetreten. Niemand hat Worte gesprochen, die so sehr die Herzen bewegten, noch hat je eine philosophische Konzeption die Menschen so begeistert. Sie aber hat es geschafft. Sie verbrennt die jahrhundertealten Dogmen zu Asche.
Wie ihr das gelingt, können wir nicht begreifen. In ihren Worten gibt es einen ungewöhnlichen Rhythmus und eine große Logik, aber es ist noch etwas anderes … ja, ganz gewiss! Sie selbst sagt ja: „Der Schöpfer ließ eine neue Energie verströmen und ließ so all das, was wir jeden Tag sehen, in einem gänzlich neuen Licht erscheinen …

ihre Worte sind von solcher Kraft erfüllt, dass diese Hände hier …“ Er hob eine Hand, schaute sie an und fuhr fort: „… dass sogar meine alten Hände ihre Worte verwirklichen können. Das Ende der Welt geht in Flammen auf, und das Leben wird fortdauern. Diese meine Hände werden zur Fortdauer des Lebens beitragen. Sie sind die Hände eines gewöhnlichen Soldaten in Anastasias Armee.“
Sich auf den Möbeln abstützend, kam Nikolaj Fjodorowitsch zu seinem Schreibtisch zurück, nahm eine Karaffe mit Wasser in die Hand und humpelte damit langsam zum Fenster, wo ein schöner Blumentopf stand. Aus der Erde in dem Topf war ein ganz junger, grüner Trieb gesprossen. „Wie prächtig mein kleines Zederlein wächst! Jetzt werde ich es gießen und damit die Worte, die dem Herzen so nah stehen, verwirklichen.“
Nikolaj Fjodorowitsch lehnte sich seitwärts an den Fenstersims, hob mit beiden Händen die volle Wasserkaraffe und sagte: „Ob das Wasser wohl zu kalt ist für dich?“

Nachdenklich nahm er etwas Wasser in den Mund, behielt es eine Weile darin, tastete sich mit beiden Händen am Fenstersims entlang und ließ das Wasser in einem dünnen Strahl neben dem Zedernsprössling herablaufen.
Galina hatte es mal wieder verstanden, im Zimmer zu bleiben und unser Gespräch zu verfolgen. Erst hatte sie uns Tee gebracht, dann nicht vorhandenen Staub gewischt, und die ganze Zeit hatte sie etwas vor sich hin gemurmelt – leise Kommentare zu dem, was sie hörte und sah. Nachdem Nikolaj Fjodorowitsch jedoch aufgestanden war, wurden ihre Kommentare lauter: „Das ist ja wohl … Wenn ich das jemandem erzählen würde … Auf seine alten Tage noch so was zu unternehmen. Statt im Rollstuhl zu fahren, läuft er auf seinen kranken Beinen umher. Genug zu essen hat er, eine warme Wohnung hat er, aber nein, das ist alles nicht gut genug. Erbarmung – wo gibt’s denn so was!“
Mir fiel plötzlich ein, dass Galina um Nikolaj Fjodorowitschs Gesundheit besorgt war und mich gebeten hatte, ihn vor etwas zu warnen – ich konnte mich nur nicht erinnern, wovor. Und so fragte ich ihn: „Was haben Sie vor, Nikolaj Fjodorowitsch?“
Er antwortete erregt, aber mit fester Stimme: „Ich habe eine große Bitte an Sie, Wladimir. Bitte erweisen Sie meinem Alter Respekt.“
„Es würde mich freuen, wenn ich Ihre Bitte erfüllen kann.“
„Wie ich gehört habe, suchen Sie nach Leuten, die am Aufbau einer Ökosiedlung mitwirken wollen. Wollen Sie beim Staat die Freigabe der Ländereien für die Familienlandsitze beantragen?“
„Ja, das habe ich vor. Bei den Verwaltungen einiger Regionen haben wir die Anträge schon eingereicht. Die Stiftung hat sich darum gekümmert. Aber bis zur Bewilligung kann es schon noch etwas dauern. Das Problem ist, dass wir meistens nur kleinere Flächen zur Verfügung gestellt bekommen. Wir brauchen aber mindestens eine Gesamtfläche von 150 Hektar, sonst lässt sich die notwendige Infrastruktur nicht entwickeln.“

„Das Land werden Sie schon bekommen, Wladimir, da bin ich mir sicher.“
„Das wäre erfreulich. Aber was ist Ihre Bitte?“
„Wenn die Behörden damit anfangen, das Land für die Volkssiedlungen auszuwählen – und das werden sie ganz bestimmt in jeder Region Russlands tun -, dann bitte ich Sie, Wladimir, vergessen Sie nicht Ihren alten Freund. Nehmen Sie auch mich in eine solche Gemeinschaft auf, denn bevor ich sterbe, möchte ich ein Stückchen Heimat aufbauen …“

Nikolaj Fjodorowitsch wurde wieder unruhig und begann leidenschaftlich und schnell zu sprechen: „… für mich selber, für meine Kinder und für meine Enkel. Diesen Zedernsprössling ziehe ich jetzt auf, um den Setzling später mit meinen eigenen Händen auf meinem Stück Heimatboden einzupflanzen. Ich werde den Leuten bestimmt nicht zur Last fallen. Ich werde meinen Hektar ganz allein bewirtschaften. Einen Garten werde ich anlegen und einen lebenden Zaun. Außerdem kann ich auch den Nachbarn helfen. Wissen Sie, ich habe etwas auf die hohe Kante gelegt .. , einige meiner Artikel werden noch immer honoriert. Und meine Söhne sind jederzeit bereit, mich finanziell zu unterstützen. Ein kleines Häuschen kann ich mir leisten für mich selber, und es wird auch reichen, um den Nachbarn bei ihren Aufwendungen beizustehen.“

„Das wird ja immer toller!“, fiel da Galina ein, noch lauter als zuvor. „Denkt denn dieser Mensch überhaupt nicht nach, wie er mit seinen kranken Beinen einen Garten bewirtschaften soll … und dann noch den Nachbarn helfen?! Was sollen die Leute denken, wenn sie das hören? Da bauen ihm seine Söhne ein solches Haus, doch
statt sich des Lebens zu freuen und seinen Kindern und Gott zu danken … Was ist nur in diesen alten Herrn gefahren?“
Nikolaj Fjodorowitsch hatte sehr wohl Galinas Worte gehört, schien ihr aber keine Beachtung zu schenken, sondern fuhr unbeirrt fort: „Ich kann mir vorstellen, Wladimir, dass mein Entschluss recht emotional klingt, aber ich habe mir alles gut überlegt. Mein jetziges Leben erscheint vielleicht ganz passabel, aber der Schein trügt. Zwar habe ich ein eigenes Haus mit allem Drum und Dran – eine gute Pflegerin ist auch dabei -, und meinen Söhnen geht es auch nicht schlecht; doch in Wirklichkeit war ich wie tot, bevor ich Anastasia kennen lernte. Ja, Wladimir, so ist es. Stellen Sie sich vor, ich lebe jetzt bald fünf Jahre in diesem Palast. Die meiste Zeit verbringe ich in diesem Zimmer, niemand braucht mich, und ich kann rein gar nichts mehr in dieser Welt bewegen. Und meine Söhne und Enkel erwartet das gleiche Los: sich schon im Leben wie ein Toter zu fühlen.

Der Mensch gilt als tot, Wladimir, wenn sein Körper aufhört zu atmen, aber das stimmt nicht. Er ist tot, wenn niemand ihn mehr braucht und nichts mehr von ihm abhängt.

Um meine Villa herum leben viele Nachbarn mit einfacheren Häusern, aber unter ihnen habe ich keine Freunde. Meine Söhne haben mir sogar nahegelegt, meinen Nachnamen geheim zu halten. Es gibt so viele Neider hier in der Gegend, die gern wüssten, wem dieser Palast eigentlich gehört. Wüssten sie das, so kämen sicher Fragen auf wie: Woher kommt das Geld für einen solchen Prunkbau? Es könnte jemand zur Presse laufen und üble Nachrede verbreiten. Das Geld wurde zwar durch ehrliche Arbeit erworben, aber das muss man dann erst mal beweisen … So sitze ich hier also in meinem Zimmer wie lebendig eingemauert. Die zweite Etage betrete ich nie – wozu auch? Ich habe viele philosophische Abhandlungen geschrieben, aber seit ich Anastasia kenne … Ich werde Ihnen jetzt etwas sagen, Wladimir. Bitte tun Sie es nicht gleich als senilen Schwachsinn ab, denn ich bin durchaus in der Lage, die Stichhaltigkeit meiner Schlussfolgerung zu beweisen. Sehen Sie, Wladimir, ich denke, in diesem Augenblick findet das Jüngste Gericht statt.“
„Das Jüngste Gericht? Wo denn und wie? Und wieso weiß niemand davon?“
„Wissen Sie, Wladimir, wir haben uns das Jüngste Gericht immer vorgestellt wie ein bedrohliches Wesen mit seinem Gefolge, das vom Himmel herabsteigt und dann urteilt, ob wir Menschen in unserem Leben gerecht waren oder nicht. Dann wird das Wesen ein Strafmaß festlegen und uns entweder in die Hölle oder ins Paradies schicken. Das Ganze ist eine recht primitive Vorstellung; aber Gott ist nicht primitiv. Er kann kein solches Gericht abhalten, denn Er hat dem Menschen ewige Freiheit gewährt, und jedes Gericht wäre Gewaltanwendung und somit gleichbedeutend mit dem Entzug der Freiheit.“
„Und wieso sagen Sie dann, das Jüngste Gericht finde jetzt statt?“
„Ich wiederhole es sogar: Das Jüngste Gericht findet in diesem Augenblick statt. Wir selbst sind unsere eigenen Richter. Ich habe verstanden, dass Anastasias Philosophie, ihre Kraft und ihre Logik diesen Prozess enorm beschleunigen. Stellen Sie sich vor, Wladimir, wie viele Menschen ihr glauben und ihre Idee der göttlichen Siedlungen verwirklichen werden. Diese gläubigen Menschen werden in ihrem eigenen Paradiesgarten leben. Wer aber nicht glaubt, wird dort bleiben, wo er sich jetzt befindet. Jedem das Seine.
Solange ein Ungläubiger nichts anderes kennt als sein eigenes Leben, hält er es meist für erträglich. Viele wähnen sich nur glücklich, weil sie nicht wissen, wie unglücklich sie sind. Doch sobald sie etwas zum Vergleichen haben, erkennen sie, dass sie bis zum Hals in der Hölle stecken. Dass genau jetzt das Gericht Gottes stattfindet ist übrigens nicht allein meine Meinung. Eine ähnliche Ansicht fand ich in der Arbeit einer Psychologin aus Nowosibirsk, die die Reaktionen verschiedener Bevölkerungsgruppen auf Anastasia untersucht hat. Ich kenne sie nicht persönlich, ich las lediglich ihre Schlussfolgerungen in einer Publikation.

Auch in vielen Städten spüren die Menschen die Bedeutsamkeit dessen, was zur Zeit geschieht. So spricht zum Beispiel auch Professor Jerjomkin, dessen Gedichte Sie ja selbst veröffentlicht haben, über die Erscheinung Anastasias. Ich möchte Sie nur an eines dieser Gedichte erinnern, wo er schreibt:
Des Menschen Leitstern sah ich in dir in einer fernen Zeit,
Wo meine Enkel, unter Göttinnen weilend, dein Abbild werden sein.
Ich habe diese schönen Gedichte im Gedächtnis behalten. Ich will, dass auch meine Enkel unter Göttinnen leben werden, und deshalb möchte auch ich etwas zu dieser Vision beitragen, indem ich beginne, ein Stückchen Heimat aufzubauen. Einen Hektar Land oder mehr zu kaufen ist für mich kein Problem. Die Frage ist, wer um mich herum leben wird; denn ich will im Kreise von Gleichgesinnten meinen Landsitz aufbauen für meine Enkel. Einer von ihnen wird ganz bestimmt dort leben wollen. Und meine Söhne werden auch kommen, um sich von der Hast des Alltags in den schönen väterlichen Gärten zu erholen. Zurzeit kommen sie mich nur selten besuchen, doch zu dem von mir angelegten Garten werden sie ganz sicher kommen. Ich werde sie bitten, mich in diesem Garten zu beerdigen. Ja, meine Söhne werden kommen …

Tja, ich spreche viel über meine Söhne und Enkel, vor allem aber bin ich es mir selbst schuldig, mein eigenes Wesen als Mensch auszuleben. Verstehen Sie, Wladimir … Ich habe plötzlich wieder den Wunsch zu leben, etwas zu schaffen. Und ich kann es auch. Ich werde als gewöhnlicher Soldat für Anastasia kämpfen.“
„Ein ruhiges, glückliches Leben können Sie doch auch hier führen. Warum nicht hier?“, fiel Galina wieder ein.
Diesmal entschied sich Nikolaj Fjodorowitsch, auf ihren Einwand zu antworten. Er wandte sich zu ihr und sprach: „Ich verstehe durchaus Ihre Besorgnis, Galina Nikiforowna. Sie fürchten um Ihre Arbeit und Ihre Unterkunft. Machen Sie sich bitte keine Sorgen, ich werde Ihnen helfen, ein kleines Häuschen in meiner Nachbarschaft zu bauen. Sie sollen Ihr eigenes Häuschen mit Land haben, und womöglich werden Sie sogar heiraten und ein neues Leben anfangen.“
Galina richtete sich plötzlich zu voller Größe auf, warf den schneeweißen Putzlappen auf das Zeitungstischchen, auf dem sie während des Gesprächs immer wieder Staub gewischt hatte, stemmte ihre Hände in die Seiten ihres massigen Körpers und wollte etwas sagen. Sie brachte aber nichts hervor, denn ihr blieb vor Empörung die Luft weg. Dann jedoch sammelte sie nochmals alle Kraft und sagte leise: „Wer sagt denn, dass ich in einem Haus mit einem solchen Nachbarn leben möchte? Und was das Häuschen betrifft, so kann ich es selber bauen, sobald ich mein eigenes Land habe. Als Mädchen habe ich schließlich meinem Vater beim Hausbau geholfen. Etwas gespart habe ich auch. Und was diese Arbeit hier anbelangt, sie liegt mir sowieso nicht. Für wen putze ich denn dieses Riesenhaus, das sowieso fast nicht benutzt wird? Ich putze mich dumm und dämlich für nichts und niemanden. Ich kann jedenfalls darauf verzichten, einen so begriffsstutzigen Nachbarn zu haben.“
Galina drehte sich um und lief in ihr Zimmer. Doch es dauerte nicht lange, und die Tür öffnete sich wieder. Galina hielt in ihren Händen zwei Blumentöpfe, in denen ähnliche Sprösslinge zu sehen waren wie in dem verzierten Blumentopf Nikolaj Fjodorowitschs. Sie ging zum Fensterbrett und stellte ihre Töpfe darauf. Dann ging sie wieder in ihr Zimmer und kehrte gleich darauf mit einem großen Korb zurück, in dem sich viele zu Beuteln geknotete Tücher befanden. Sie stellte den Korb Nikolaj Fjodorowitsch vor die Füßc und sagte: „Das sind Samen – echte Samen, die ich den ganzen Sommer und Herbst über im Wald gesammelt habe. Es sind auch verschiedene Heilkräuter dabei. Samen, die auf den Feldern angebaut und in der Apotheke verkauft werden, haben nicht die gleiche Kraft.
Wenn Sie diese Samen mit eigener Hand aussäen, dann werden Sie durch die Kräuter umso mehr Kraft und Gesundheit bekommen. Im Winter können Sie sie trocknen und einen Sud daraus kochen. Und damit es der einen Zeder nicht langweilig wird, habe ich ihm zwei Gesellen mitgebracht“, sagte Galina und zeigte auf das Fensterbrett, wo jetzt die drei Töpfe mit Sprösslingen standen. Damit ging sie langsam zur Tür und sagte noch: „Leben Sie wohl, Sie Philosoph.
Die Philosophie des Todes kennen Sie ja bereits. Die Philosophie des Lebens aber werden Sie noch lernen müssen.“

Galina war offenbar stark gekränkt, und dies schien mir ihr Abschied für immer zu sein. Nikolaj Fjodorowitsch machte einen Schritt hinter ihr her und geriet ins Wanken, denn er hatte vergessen, sich abzustützen. Er wollte sich mit einer Hand an einem Stuhl festhalten, doch der Stuhl kippte weg, und so versuchte er, das Gleichgewicht zu halten, indem er die Arme von sich streckte. Ich eilte ihm zu Hilfe, doch ich kam zu spät. Galina hatte sich beim Poltern des Stuhls umgedreht und war blitzartig auf Nikolaj Fjodorowitsch zugesprungen. Gerade noch schaffte sie es, den bereits im Fallen begriffenen Alten mit ihren starken Armen aufzufangen. So ruhte er kurz an ihrem üppigen Busen, dann machte sie eine Hand frei, packte ihn an den Beinen, hob ihn hoch wie ein kleines Kind und setzte ihn in seinen Rollstuhl. Während sie seine Beine in eine warme Decke packte, schmunzelte sie: „Einen schönen Soldaten hat Anastasia da bekommen. Er ist ja höchstens mal ein Rekrut!“
Nikolaj Fjodorowitsch legte seine Hand auf die Hand Galinas, schaute sie aufmerksam an und duzte sie auf einmal: „Verzeih mir, Galja, ich dachte, du machst dich über meine Ansichten lustig, aber jetzt sehe ich …“
„Ich mich lustig machen? Habe ich etwa völlig den Verstand verloren?“, erwiderte Galina schnell. „Jeden Abend denke ich an meinen schönen Burschen, wie er wieder zu Kräften kommt, wenn ich Heilkräuter für ihn pflanze, wenn ich ihm frischen Schtschi* aus eigenem Anbau zu essen gebe und kuhwarme Milch zu trinken.
Wenn ich ihn wieder richtig aufpäpple, kann ich ihm vielleicht sogar ein Kind schenken … Und lustig gemacht habe ich mich gar nicht. Mit meiner Frage wollte ich nur sehen, wie ernst es dir mit deinem Entschluss ist.“
„Doch, Galina, ich bin fest entschlossen.“
„Dann lass uns auf einem Grundstück leben und nicht getrennt als Nachbarn. Und erzähl mir nichts mehr von einem anderen Gemahl.“
„Ich wollte dich nicht loswerden, Galja. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass du einverstanden bist, mir in ein einfaches Landhaus zu folgen. Ich bin sehr froh über deinen Wunsch. Vielen, vielen Dank. Ich hätte nie gedacht …“
„Wieso nicht? Welche Frau würde von der Seite eines solch entschlossenen Soldaten weichen? Als ich über Anastasia las – es dauerte lange, denn Lesen ist nicht gerade meine Stärke -, habe ich sofort verstanden. Wir Frauen müssen alle werden wie Anastasia, zumindest müssen wir ihr nacheifern. Und da habe ich mich entschlossen, für dich ein bisschen Anastasia zu sein. Sie hat bisher keine starken Soldaten, nur Rekruten ohne Ausbildung, und wir Frauen müssen ihnen den Rücken stärken.“
„Ich danke dir sehr, Galina … Sie haben also über Anastasia gelesen, Galina Nikiforowna, und an den Abenden über sie nachgedacht … „
„Ja, ich habe alle Bücher über Anastasia gelesen … Übrigens denke ich, die Förmlichkeiten können wir uns sparen. Ich würde lieber einfach Galja sein.“
„Gut, Galja. Ich fand es sehr interessant, als Sie sagten: Die Philosophie des Todes kennen Sie ja bereits. Die Philosophie des Lebens aber werden Sie noch lernen müssen. Wie treffend Sie diese beiden philosophischen Richtungen hier unterscheiden: Philosophie des Lebens und Philosophie des Todes. Anastasia vertritt die Philosophie des Lebens. Ja, genauso ist es, natürlich!“
Nikolaj Fjodorowitsch streichelte begeistert und zärtlich Galinas Hand und fügte hinzu: „Sie sind eine Philosophin, Galina. Das hätte ich nicht gedacht.“
Dann wandte er sich wieder mir zu und sagte: „Kein Zweifel, es gibt noch vieles zu durchdenken auf den Gebieten der Philosophie und der Esoterik. Ich versuche, in Anastasia einen Menschen zu sehen, und wir alle sollten uns nach ihrem Vorbild richten. Doch einige ihrer unerklärlichen Fähigkeiten machen es uns sehr schwer, sie als einen gewöhnlichen Menschen zu sehen.[...]

„…bald nachdem ich begonnen hatte, auf dem Markt Bücher zu verschenken, bemerkte ich, dass sich die Frauen, die die Bücher lasen, an einer Straßenecke versammelten. Ich habe ihnen dann ein paar Zedernsamen geschenkt, und sie haben sie eingepflanzt. Ich erzählte ihnen auch von den Heilkräutern. Da sagten die Frauen: ‘Es muss etwas geschehen.’ Natürlich werden wir nicht die Männer vertrimmen, wie es eine von ihnen vorschlug. Aber wir werden darüber nachdenken müssen, von wem wir Kinder bekommen sollen.“
„Wie bitte, Galina?“, fragte Nikolaj Fjodorowitsch verwundert. „Habt ihr etwa schon eure eigene Frauenkampfgruppe?“

„Ach was! Was denn für eine Kampfgruppe? Wir stehen an der Straßenecke und plaudern über das Leben.“
„Und was war das dann mit eurer Idee, die Männer zu verprügeln? Was hat euch dazu bewogen?“

„Die sind doch selber schuld! Sie wollen Kinder von uns, aber sich um das Heim für die Kinder kümmern, das können sie nicht. Und wozu erst Kinder haben ohne ein richtiges Zuhause? Wie kann eine Frau mit ihrem Mann zufrieden sein, wenn es für die Kinder keine Zukunft gibt? Wir haben schon zweimal mit einer Lehrerin gesprochen. Sie hat von einem psychologischen Faktor gesprochen, der die Männer daran hindert, an sich selbst zu glauben. Alles, was sie tun, ist, auf ein Darlehen von einer ausländischen Bank zu warten. Ein Syndrom nennt sie das – sie trauen sich selber nichts zu. Dieses psychische Syndrom ist der Grund dafür, dass sie sich nicht um das eigene Nest kümmern.

Außerdem hat die Lehrerin uns verraten, dass man dieses Darlehen nach einigen Jahren zurückzahlen muss. Wie viele Jahre das genau waren, weiß ich nicht mehr, vielleicht zwanzig oder dreißig. Jedenfalls muss man am Ende einiges mehr bezahlen, als man bekommen hat. Ist das nicht das Gleiche, als wenn die Männer ihre eigenen Kinder verkauften?“

„Wie kommst du auf einen solchen Vergleich, Galina?“
„Was soll man sonst dazu sagen, dass sich die Männer Geld leihen? Wer muss denn letzten Endes die Emmchen zurückzahlen? Natürlich die Kinder, die jetzt noch klein oder noch nicht einmal geboren sind – und das mit Zins und Zinseszins! Sobald eine Frau dieses Zukunftsbild einmal klar vor Augen hat, wird sie wie eine Bestie für ihr Kind kämpfen. Kein Wunder, dass sie ihre Männer am liebsten vermolschen würden. Ich hab mir aber überlegt, dass es Zeit wird, dass wir Frauen selber etwas unternehmen und den mittellosen Männern unter die Arme greifen.
Einmal habe ich Importwaren probiert. Das machte mich so verdrießlich, dass ich den Wunsch hatte, diesem Importmacher echten ukrainischen Salat und hausgemachte Marmelade zu schicken. Du liebe Güte! Diese Ausländer haben schon keinen blassen Schimmer mehr, was gute Ware ist. Ich sag euch, von solchen Leuten sollte man sich kein Geld borgen, denn das Geld aus ihren Ländern wird nur Schaden bringen. Und was den Plan betrifft, die Männer zu verdreschen, das war, wie gesagt, nur der Plan von einer von uns. Die anderen Frauen stimmten dieser Idee nicht zu. Und wieso auch? So würden wir ihnen am Ende noch ihr letztes Gehirn herausprügeln. Daher erzählen die Frauen einander bloß, wie ihre Männer ihnen das Leben versauen. Ich aber berichte ihnen, wie mein Mann Vernunft angenommen hat und plant, ein Heim zu bauen.“

„Dein Mann? Wer ist denn das?“
„Na wer wohl? Ich habe ihnen von dir erzählt. Dass du mich gebeten hast, dir ein Reißbrett zu bringen mit einem großen Lineal – das da auf dem Ständer.“ Galina zeigte auf ein großes Zeichenbrett, das neben dem Schreibtisch stand. „Ich erzählte ihnen, wie du mich fragtest, was für Bäume man am besten als Umzäunung für den Hektar Land pflanzt, und wie du Skizzen zeichnetest für eine Siedlung, in der lauter gute Menschen leben werden. Auf den Papierbögen war nicht genug Platz, und so batst du mich, ein größeres Zeichenbrett mit größerem Lineal und größeren Blättern zu besorgen. Das erzählte ich meinen Freundinnen, und wir gingen alle zusammen einkaufen. Am Ende kauften wir das größte und beste Reißbrett. Die Frauen sagten zu mir: ´Jetzt spare nur nicht am falschen Ende, Galina!` Sie halfen mir, aber ihre Augen waren voller Neid. Diese Weibsstücke beneiden mich darum, dass mein Kind in einem wunderschönen Garten und auf eigenem Heimatboden geboren werden wird, unter guten Menschen. Ihren Neid nehme ich ihnen aber nicht allzu krumm, im Gegenteil, ich wünsche ihnen alles Gute. Sie haben zusammen- geschmissen, um mir einen Fotoapparat zu kaufen, mit der Bitte um ein Foto von dem Siedlungsplan. Sie erklärten mir, auf welchen Knopf ich drücken muss und wo ich durchschauen muss. Ich hab mich nur nicht getraut, dich um Erlaubnis zu fragen, und so habe ich den Plan noch nicht geknipst.“ [...]

… Sag mal, Galina, willst du wirklich noch ein Kind haben?“
„Na klar! Du musst dann aber auch jeden Morgen deine Übungen machen. Und wenn du dann deinen Heimatboden betrittst, wirst du deine Katakomben hinter dir lassen. Ich werde dir Dinge zu essen geben, die auf deinem eigenen Land gewachsen sind, und du sollst heilsamen Kräutertee zu trinken bekommen. Wenn der Frühling kommt, wirst du sehen, wie alles auf deinem Stück Heimatland zum Leben erwacht und aufblüht, und du wirst deine eigenen Kräfte spüren. Dann werde ich dir ein Kind gebären.“
Galina nahm wieder auf dem Teppich zu Nikolaj Fjodorowitschs Füßen Platz und legte ihre Hände in die Hand des alten Philosophieprofessors, die auf der Armlehne des Rollstuhls ruhte. Galina war längst nicht mehr jung, aber mit ihren festen, üppigen Formen wirkte sie irgendwie anmutig und sogar schön. Ihr Gespräch nahm nun einen vertraulicheren Ton an.

Ich hatte den Eindruck, sie tauchten jetzt in die Philosophie des Lebens ein. Ich konnte kaum mehr folgen und kam mir allmählich überflüssig vor, und so unterbrach ich schließlich ihre traute Zweisamkeit:

„Also dann alles Gute, Nikolaj Fjodorowitsch. Für mich wird es Zeit, sonst verpasse ich noch mein Flugzeug.“
„Warte, ich werde dir schnell Piroggen und Marmelade einpacken, zum Mitnehmen. Außerdem bringe ich dich auch zum Flughafen.“


Nikolaj Fjodorowitsch stützte sich mit einer Hand am Tisch ab, richtete sich langsam auf und reichte mir zum Abschied die Hand. Sein Händedruck war kräftig,gar nicht mehr wie der eines Greisen.


„Grüßen Sie Anastasia ganz herzlich von mir, Wladimir. Und richten Sie ihr bitte aus: Die Philosophie des Lebens wird bei uns siegreich sein. Danken Sie ihr.“

(Auszug aus „Wer sind wir“ von Wladimir Megre)

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Wunderbar, einfach wunderbar! Danke...

Die Menschen im wedischen Zeitalter kannten nicht eine Krankheit des menschlichen Leibes. Selbst im Alter von einhundertfünfzig oder zweihundert Jahren blieben sie geistig rege, lebensfroh und absolut gesund. Sie hatten keine Ärzte und Heilpraktiker, von denen es heute eine Menge gibt. Körperliche Krankheiten waren auch deshalb nicht möglich, da die Lebensweise auf dem eigenen Familienlandsitz, dem von ihnen eingerichteten natürlichen Raum der Liebe, völlig den Prozess der Ernährung regulierte. Der Organismus des Menschen war in der nötigen Quantität mit allem Notwendigen und zur besten Zeit für die Einnahme bei bester Planetenkonstellation für die Nahrungsaufnahme versorgt.

 

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Die Ernährung unserer Urahnen

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